pCloud Erfahrungen 2026: Warum dieser Cloud-Speicher für mich kaum Alternativen hat
Virtuelles Laufwerk, Lifetime-Speicher, Linux-Support und eine europäische Datenregion im persönlichen Praxiseindruck.
Artjom Moisejev
03. September 2026
|5 Min. Lesezeit
Cloud-Speicher gibt es genug: OneDrive, Google Drive, Dropbox, iCloud und viele mehr.
Trotzdem bin ich bei pCloud gelandet. Nicht weil pCloud einfach noch eine weitere Cloud ist, sondern weil einige Dinge grundlegend anders gelöst sind: ein virtuelles Laufwerk, Lifetime-Speicher mit Einmalzahlung, Linux-Support und eine europäische Datenregion.
Vor allem die Kombination dieser Funktionen findet man erstaunlich selten.
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pCloud Drive: Die Cloud wird zum Laufwerk
Mein Lieblingsfeature ist pCloud Drive.
Nach der Installation erscheint pCloud unter Windows, macOS und Linux als zusätzliches virtuelles Laufwerk. Es lässt sich damit ähnlich verwenden wie eine interne Festplatte oder ein Firmenlaufwerk.
Der große Unterschied: Die Dateien liegen in der Cloud und müssen nicht alle auf die lokale SSD heruntergeladen werden.
Habe ich beispielsweise 2 TB in pCloud, brauche ich deshalb nicht auch 2 TB freien Speicher auf meinem Laptop.
Screenshot: pCloud als virtuelles Laufwerk unter Windows, macOS und Linux
Für mich fühlt sich das ein bisschen wie ein Firmenlaufwerk für zu Hause an: Egal welchen Computer ich verwende, ich greife auf denselben zentralen Datenbestand zu.
Eine Source of Truth statt Synchronisierungschaos
Das ist gleichzeitig einer der größten Vorteile gegenüber klassischen Sync-Lösungen.
Bei einer typischen Synchronisierung existieren die Dateien auf mehreren Geräten und zusätzlich in der Cloud. Alle diese Datenbestände müssen ständig synchron gehalten werden.
Das funktioniert meistens – erhöht aber die Komplexität.
Ich bevorzuge deshalb ein einfacheres Prinzip:
Meine Cloud ist die zentrale Source of Truth.
Desktop und Laptop greifen auf dieselben Dateien zu, statt jeweils eine vollständige Kopie meiner Cloud vorzuhalten.
Natürlich kann pCloud Dateien trotzdem synchronisieren oder offline verfügbar machen. Ich entscheide aber selbst, wann ich das tatsächlich brauche.
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Jetzt wird es interessant: Cloud-Speicher einmal bezahlen
Der für mich spannendste Unterschied kommt aber erst beim Preis.
Cloud-Speicher bedeutet normalerweise:
Du mietest deine eigenen Daten. Jeden Monat. Für immer.
pCloud bietet dagegen Lifetime-Pläne mit einmaliger Zahlung an.
Und genau hier wird die Rechnung interessant.
Natürlich könnte ich meine Daten stattdessen selbst auf Festplatten speichern. Aber auch Festplatten halten nicht ewig. Für eine langfristige Speicherstrategie muss Hardware regelmäßig überprüft und irgendwann ersetzt werden.
Plane ich beispielsweise vorsichtshalber alle fünf Jahre neue Backup-Festplatten ein, habe ich im Grunde ebenfalls ein Abo:
Nur eines, bei dem ich alle fünf Jahre neue Hardware kaufen und mich selbst darum kümmern muss.
Bei pCloud bezahle ich einmal. Um Festplatten, Server und die eigentliche Cloud-Infrastruktur kümmert sich danach pCloud.
Je länger ich den Speicher verwende, desto interessanter wird dieses Modell.
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Trotzdem: Cloud ist kein Backup
Eine Sache würde ich trotz Lifetime-Cloud niemals machen:
Meine wichtigen Daten ausschließlich pCloud anvertrauen.
Für wirklich wichtige Daten sollte weiterhin das 3-2-1-Backup-Prinzip gelten. Ich empfehle deshalb zusätzlich mindestens eine lokale beziehungsweise offline gelagerte Kopie.
→ [Hier meinen Artikel zum 3-2-1-Backup verlinken]
Die Festplatte zu Hause wird dadurch aber tatsächlich zum Backup – statt selbst der Server zu sein, um den ich mich ständig kümmern muss.
Schweizer Unternehmen mit EU-Datenregion
Auch beim Thema Datenschutz ist pCloud interessant.
pCloud ist ein Schweizer Unternehmen. Nutzer können außerdem eine europäische Datenregion wählen und ihre Daten in Luxemburg speichern lassen.
Das ist ein wichtiger Unterschied: pCloud sitzt nicht in der EU, bietet aber Datenspeicherung innerhalb der EU an.
Zusätzlich gibt es mit pCloud Encryption eine optionale clientseitige Zero-Knowledge-Verschlüsselung für besonders sensible Dateien.
Gerade wenn ich Fotos, Dokumente und andere persönliche Daten über viele Jahre speichern möchte, gefällt mir diese Ausrichtung wesentlich besser als die zunehmende Verknüpfung von Cloud, Werbung und KI-Ökosystemen bei manchen großen Tech-Konzernen.
Gibt es Alternativen zu pCloud?
Natürlich kann ich meine Dateien auch bei OneDrive, Google Drive, Dropbox, iCloud, auf einem NAS oder einer eigenen Nextcloud speichern.
Das Problem beginnt, sobald ich alle meine Anforderungen gleichzeitig stelle:
- virtuelles Laufwerk
- Windows, macOS und Linux
- mehrere Terabyte Speicher
- EU-Datenregion
- optionale Zero-Knowledge-Verschlüsselung
- Lifetime statt Dauerabo
Einzelne Funktionen bieten auch andere Anbieter.
Die Kombination macht pCloud für mich so interessant.
Ich muss keinen eigenen Server betreiben, meine Cloud nicht vollständig auf jedes Gerät synchronisieren und gleichzeitig nicht den Rest meines Lebens monatlich dafür bezahlen.
Mein Fazit zu pCloud
Was mich an pCloud überzeugt, ist eigentlich ziemlich simpel:
Es fühlt sich weniger wie ein weiterer Cloud-Dienst und mehr wie meine eigene Festplatte im Internet an.
Auf meinen Geräten erscheint dasselbe Laufwerk. Meine Dateien haben einen zentralen Platz. Ich kann Windows, macOS und Linux verwenden und muss nicht auf jedem Gerät mehrere Terabyte lokalen Speicher bereitstellen.
Und mit dem Lifetime-Modell kaufe ich mir den Speicher einmal, statt ihn dauerhaft zu mieten.
Wer nur 20 GB für ein paar Dokumente braucht, benötigt das wahrscheinlich nicht.
Wer dagegen mehrere hundert Gigabyte oder Terabyte langfristig speichern möchte, sollte sich das Modell zumindest einmal durchrechnen.
Denn genau dann wird pCloud meiner Meinung nach richtig interessant.
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